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Toni's 3 Punkte Plan für den ÖPNV


Hier handelt es sich um ein Meinungsbild um heraus zu finden, um welche konkreten Rahmenpunkte unser ÖPNV-Programm aufgebaut werden soll. Auf der Mailingliste wurde das Thema gut diskutiert.

Mein Vorschlag

Schritt 1: Attraktiver machen im Innenstadtverkehr(Takt, Ringlinien, bessere Abos) / Individualverkehr langsam unattraktiver machen (z.B. durch höhere Kurzzeitparkgebühren)

Schritt 2: Park & Ride am Stadtrand einrichten / Chemnitzer Modell bis ins Land ausbauen

Schritt 3: Fahrscheinloser Nahverkehr im Stadtgebiet mit all seinen Synergieeffekten

Anvisierte Zeitspanne: 15-20 Jahre

Diese basiert auf Erfahrungswerten aus Karlsruhe und stellt auch meine Schätzung dar, wie lange es dauert, bis das neue System so angenommen wird, wie wir uns das vorstellen.

Bitte kommentiert fleißig.


Diskussionen

  • txtfile ist dafür
    +1

    Das Liniennetz und Taktungen ändern wäre ein wichtiger Punkt.

    Ich kenne einige die bei Siemens am Neefepark arbeiten und weiß, dass Siemens seit Jahren versucht die ÖPNV-Anbindung an Ihr Werk zu verbessern. Dies scheitert bisher, weil die CVAG (aus welchen Gründen auch immer) nicht gewillt öfters Busse am Werk vorbei fahren zu lassen. Darum gibt es immernoch nur rund 5 Busse am Tag die vorm Werk halten. Früh nur hin und nachmittags nur Richtung Stadt. Wer Spätschicht hat oder nicht zu den Standardzeiten fahren will muss entweder bis zum Neefepark laufen oder Auto fahren.

    Von daher muss der Druck wohl auf CVAG und VMS gehen.

    Die Parkplätze können von mir aus so bleiben. Ich bin eher dafür den Fahrradverkehr attraktiver zu machen. Weil mit dem Fahrrad bin ich genauso schnell wie mit dem Bus und ungefär so flexibel wie mit dem Auto, zumindest wenn es um kürzere Wege geht.

  • Es ist nicht so, dass die Innenstadt zu viele Parkmöglichkeiten bietet. Als Anwohner in der Innenstadt würde ich mir z.B. mehr Anwohnerparkplätze wünschen. Also eine indirekte Verknappung der Parkplätze durch Ausweiten der Anwohnerparkplätze. Verteuern würde ich nicht.

    Attraktivität steigern könnte man auch durch Express-Verbindungen. Man müsste dazu einige Knoten-Haltestellen definieren wo umsteigemöglichkeiten gegeben sind. Die Expresslinien halten dann nur an Knotenhaltestellen. So könnte man z.B. auf der Uni-Linie einen Express fahren lassen der so hält: - Erfenschlag -> Reichenhain Mensa -> Südbahnhof -> Zenti -> StraNa Haupteingang -> Zenti -> Südbahnhof -> W.Raabe Str. -> AltChemnitzCenter -> Erfenschlag

    Bei der Attraktivitätssteigerung sollte man sich auch nochmal anschauen, ob die Lage der Haltestellen noch Zeitgemäß ist. Eventuell ist durch Rückbau (Heckert) oder durch neue Firmengründungen (Berufsverkehr) bzw. Einkaufsmöglichkeiten eine Attraktivitätssteigerung durch Verlegung der Haltestellen möglich.

  • JohnSilver ist dafür
    +1

    ÖPNV attraktiver machen-ja; Individualverkehr künstlich behindern-nein. Wenn der ÖPNV durch kürzere Taktung usw. besser wird, dann gibt das von selbst Anreiz zur Nutzung.

  • Ich halte es für schwierig in Chemnitz die Parkpreise zu erhöhen oder Parkmöglichkeiten einzuschränken. Es besteht die Gefahr daß das Zentrum damit einfach stillgelegt wird. Chemniz hat das besondere Problem über keine so attraktive Innenstadt zu verfügen. Einkaufen können die Leute auch in den großen Centern am Stadtrand, wo sie bequem mit dem Auto hinkommen und massig kostenlose Parkplätze vorfinden. Ich halte es für unglücklich einen einzelnen Stadtteil unattraktiv für Autoverkehr zu machen, sinnvoller wäre es den ÖPNV selbst attraktiver zu gestalten.

  • Nunuuika ist dafür
    +1

    Ich glaube nicht, dass eine Veränderung der Parkgebühren in Chemntz etwas bringen würde. In der direkten Innenstadt ist das Parken für die meisten die ich kenne schon zu teuer, so dass sie außerhalb parken. Viel mehr sollte das Nutzen des ÖPNV interessanter gemacht werden. Z.B Ausbau des Jobtickets des VMS (gibt Rabatte auf Abos). Wird zum Teil von Firmen angeboten, aber noch zu wenig genutzt. Denn die meisten Autos haben sich die Berufspendler, die dann Abends nach Hause wollen und dann nochmehr gestraft sind, wenn sie dann keinen Parkplatz finden.

  • Es geht dabei eher darum das die Parkgebühren auf ein normales Niveau kommen. Aktuell sind sie so niedrig, das der Individualverkehr Subventioniert wird.

  • Würde die Parkgebühren nicht selbst erhöhen, wieso nicht die Parkmöglichkeiten einschränken und somit die Parkplatzsuche erschweren um damit die Leute auf Bus und Bahn zu lenken

    • neismark ist dafür
      +2

      Chemnitz liegt, was die Parkgebühren angeht, am unteren Ende der Skala - insofern wäre eine Erhöhung durchaus drin. Aber: So was darf natürlich erst passieren, nachdem das ANgebot des ÖPNV verbessert worden ist.

      Außerdem sehe ich Park&Ride nicht nur am Stadtrand, ganz im Gegenteil. Das Problem ist, dass der Busverkehr auf den Dörfern im Umland eher mäßig ist. Dort den Ausbau voranzutreiben hat nur begrenzte Aussichten. Daher wäre es imo sehr sinnvoll, Park&Ride-Parkplätze auch "weit draußen" entlang der Linien des Chemnitzer Modells einzurichten. Man fährt mit dem Auto von zu Hause bis zur Bahn und mit der in die Stadt.

      Zu Punkt 3 fehlt mir ein Vorschlag zur Finanzierung. Und es ergeben sich offene Fragen: Wie bezieht man die Pendler mit ein, die das ja dann auch nutzen?

      • Für den Ausbau von P&R an den Citybahnhöfen außerhalb des Stadtgebietes würde ich die Kommunen verantwortlich machen. In einem ganzheitlichen Verkehrskonzept gehört das aber natürlich dazu.

        Bei Punkt 3 ist der Knackpunkt, das es erst Schritt 3 darstellen kann, da man vorher weder sinnvolle Berechnungen, noch Entwürfe vorlegen kann. Jetzt aus dem Stand fahrscheinlosen ÖPNV zu fordern, halte ich beim Zustand unseres ÖPNVs in Chemnitz und der umliegenden Umgebung, für illusorisch.

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